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Blogartikel

Der Immobilienvertrieb im Wandel

24 Apr

Stirbt der Beruf des Immobilienmaklers aus?

Die Digitalisierung macht auch vor dem Beruf Immobilienmakler keinen Halt. Das Berufsfeld hat einen schlechten Ruf, wird als überteuerte Dienstleistung empfunden und wird in der letzten Zeit auch stärker durch gesetzliche Bestimmungen reguliert.

Alles Anzeichen, dass sich zumindest etwas ändert, und das ist auch gut für die Immobilienbranche. Unlautere Wettbewerber und Immobilienmakler, die sich den Marktbedürfnissen nicht schnell genug anpassen, werden von den innovativen Unternehmen verdrängt.

Ausbildungsanforderungen sind höher denn je und eine fachlich kompetente und professionelle Arbeitsleistung ist unablässig, um den Anforderungen des Kunden gerecht zu werden.

Trotz der Unbeliebtheit des Immobilienmaklers werden dennoch 65-80% aller in Deutschland verkauften Immobilien mit der Beteiligung eines Immobilienvermittlers verkauft. Der Bedarf an Fachkräften für den Verkauf von Immobilien steigt eher, als dass er sinkt. Der Unterschied ist nur, dass Integrität, enge persönliche Betreuung und Kompetenz in den Vordergrund rutschen.

Woher kommt die Berufsverunglimpfung des Immobilienmaklers

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern ist der Beruf des Maklers in Deutschland ungeschützt. Unverständlicherweise benötigt man für jede Berufsgruppe zumindest eine Ausbildung, nicht aber für den Verkauf von Immobilien. In der Theorie kann jede ungelernte oder fremdgelernte Person Immobilienmakler werden, und genau hier liegt das Problem. Der Verbraucher ist hier völlig auf sich allein gestellt. Er kann sich nicht blind darauf verlassen, dass alle Immobilienmakler den gleichen Ausbildungsstand besitzen oder den gleichen Anspruch an Ihre ethischen Grundsätze haben.

Insbesondere zu der Zeit, in der es noch keine Möglichkeit gab, Empfehlungen und Bewertungen über die Person einzuholen, war es recht einfach für unlautere Personen, den Verbraucher zu täuschen. Glücklicherweise haben das Internet und die Funktion von Datenbanken den Zugriff auf Informationen wesentlich vereinfacht und transparenter gemacht.

Was hat sich denn heute geändert?

Die Immobilienindustrie boomt und steht im Wandel der Zeit. Immer mehr wird auch in diesem Bereich auf Aus- und Weiterbildung gesetzt. Der Beruf der/des Immobilienkauffrau /-manns ist mittlerweile die Grundlage zu einer hochqualifizierten Ausbildung, der weiterführende Immobilienfachwirt entspricht dem Grad eines Meisters bzw. eines Bachelorabschlusses. Weitere Abschlüsse auf Hochschulebene und Studienabschlüsse sind in Vielfalt vorhanden.

Zudem hat der Verbraucher viel mehr denn je die Möglichkeit, Informationen über eine Person oder eine Firma einzuholen. Wer heute schlechte oder unlautere Arbeit leistet, wird schnell und sichtbar dafür bestraft.

Die Immobilienindustrie hat sich organisiert und professionalisiert. Kaum ein Unternehmen, das sich heute im Markt befindet, arbeitet ohne grundlegend ausgebildetes Personal. Insbesondere weil der schlechte Ruf noch immer präsent ist, gibt sich kein reputables Unternehmen die Blöße von unqualifiziertem Personal.

Der Immobilienmakler, der heute durchgehend erfolgreich sein will, muss sich an die höchsten Standards der fachlichen Kompetenz, Professionalität, Transparenz und Kundenzufriedenheit halten.

Wie finde ich einen guten Immobilienmakler?

Leider immer noch nicht ganz so einfach. Die Industrie befindet sich im Wandel und insbesondere viele digitale Marketingfirmen versuchen derzeit über das Internet Kunden für sich zu gewinnen.

Marketing ist jedoch nur die Annahme über die Qualität eines Produktes oder einer Dienstleistung, diese entspricht oftmals nicht der Wahrheit. Überzeugende Anzeigen und Werbespots sollen uns glauben machen, dass wir es mit einem langjährig erfahrenen Unternehmen zu tun haben, das den Beruf des Immobilienmaklers revolutioniert hat.

Stellt man sich hier die Frage, wer diese Unternehmen gegründet hat oder wie lange sich diese Firmen im Markt befinden, dann stellt man schnell fest, dass die Mehrheit der Firmen weniger als 5 Jahre besteht und oftmals von Unternehmern gegründet wurden, die nichts oder nur sehr wenig mit der Immobilienwirtschaft zu tun haben.

Auch ist der Beruf des Immobilienmaklers sehr schwer. Die allgemeine Annahme, dass man ja nur ein paar Fotos machen muss, diese ins Internet stellt und ein paarmal die Tür aufschließt, um dann eine hohe Courtage zu erhalten, ist eine volkstümliche Annahme, die die Tatsachen weit verfehlt.

Die Fakten sehen anders aus. Aufgrund der schwierigen Umstände und den Tatsachen, dass der Immobilienmakler zunächst einmal ohne Gehalt arbeiten muss, um sein Produkt Immobilie zu akquirieren, führt bei vielen Immobilienmaklern schon zügig zur Frustration und Aufgabe. Die Fluktuationsrate ist beim Immobilienmakler daher extrem hoch.

Die Statistiken zeigen, dass nur 14 Prozent aller Immobilienmakler gleichbleibend erfolgreich sind und bleiben (länger als 20 Jahre), alle weiteren kommen und gehen. Dazu benötigt man Durchhaltevermögen und die Fähigkeit schnell zu lernen, denn jede Immobilientransaktion ist unterschiedlich. Aufgrund der Vielzahl der verschiedenen Beteiligten einer jeden Transaktion sind auch die zu lösenden Probleme jeweils unterschiedlich und neu. Hier kann nur die langjährige Erfahrung eine reibungslose Transaktion gewährleisten. Achten Sie also auf Folgendes besonders, wenn Sie einen Immobilienmakler für ihre Immobilie beauftragen wollen.

  1. Erfahrung: Im Immobiliengeschäft ist langjährige Erfahrung unablässig. Wie schon im vorherigen Text erwähnt, die Fluktuation im Vertrieb von Immobilien ist sehr hoch, eines der Hauptgründe für die vielen schlechten Erfahrungsberichte mit Immobilienmaklern.

Lassen sie sich von einem langjährig erfahrenen Makler vertreten. Ein Immobilienmakler, der seinen Job länger als drei Jahre erfolgreich durchgeführt hat und seinen Beruf leidenschaftlich und professionell verfolgt, ist die Mindestanforderung, die Sie beanspruchen sollten.

  1. Ausbildung: lassen Sie sich gerne den Werdegang der Ausbildung zeigen. Zeugnisse und Weiterbildungen, gegebenenfalls Arbeitszeugnisse.

Kenntnisse über gesetzliche Bestimmungen, fachliche und persönliche Kompetenz müssen vorliegen, wenn Sie sich für einen Immobilienmakler entscheiden. Hiermit beziehen wir uns nicht auf das Alter eines Unternehmens, sondern die Erfahrung einer Person, der Sie Ihre Immobilie anvertrauen wollen.

  1. Zuverlässigkeit: Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Es ist nicht unüblich für unerfahrene Immobilienmakler zu übertreiben. Versprechungen werden gemacht, um einen Alleinauftrag zu bekommen, die dann später nicht eingehalten werden können, weil der Markt den Wert nicht hergibt oder aber Umstände nicht zielführend antizipiert wurden. Alles Punkte die zur Frustration aller Beteiligten führen, aber vermieden werden können.
    Nehmen Sie sich Zeit, stellen Sie Fragen und erbitten Sie einen ausführlichen Marktbericht Ihrer Immobilie, bevor Sie entscheiden. Dabei kommt es nicht auf die farbenfrohste Broschüre mit dem höchsten Preis an, sondern auf eine gute und ehrliche Darstellung Ihrer Immobilie im relevanten Markt. Ein erfahrener Experte wird Ihnen immer ehrliche und kompetente Beratung zukommen lassen. Nur der verzweifelte Makler versucht seine Dienstleistung zu verkaufen.
  2. Integrität: Hanseatisch ehrlich, offen und loyal. Ein Immobilienmakler, der sich länger im Geschäft halten will, kommt ohne ein unmissverständliches Wertesystem nicht aus. Ehrlichkeit währt am längsten und wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Manchmal hat man heute das Gefühl, dass es keine Wertevorstellungen mehr gibt und sich jeder berechtigt fühlt, ohne Leistung eine Belohnung zu erhalten. Leider eine Entwicklung in unserer Gesellschaft, die viele nachvollziehen können.
    Achten Sie hier auf Erfahrungsberichte und Empfehlungen, lassen Sie sich Referenzen vorlegen. Auch hier von der Person, nicht eine allgemeine Massenbroschüre des Unternehmens. Dass dieses sich gut vermarkten kann, wissen wir schon.
  3. Vertrauen: Dieser abschließende, aber sehr wichtige Punkt für die Auswahl des richtigen Immobilienmaklers. Vertrauen Sie auf Ihre Intuition. Der Verstand möchte vielleicht dem Versprechen eines hohen Preises folgen, Ihr Bauchgefühl gibt Ihnen aber ein Unbehagen? Dann wissen Sie schon, wenn es sich zu gut anhört, um wahr zu sein, dann ist es in den meisten Fällen auch so. Vertrauen Sie der Person, die sich Ihnen offen und ehrlich präsentiert und wo Ihnen der Gesamteindruck intuitiv mitteilt, dass diese Person der richtige Ansprechpartner für Sie ist.

Den richtigen Immobilienmakler beauftragen – Zusammenfassung

Nicht alle Immobilienmakler sind schlecht, das Verhältnis 10% zu 90% ist jedoch sehr hoch und verständlicherweise gibt es somit auch 90% Kunden, die schlechte Erfahrungen gemacht haben.

Trotz dieser hohen Unzufriedenheit werden von den ca. 980.000 Immobilien pro Jahr in Deutschland, je nach Bundesland 65%-80%, von Immobilienmaklern verkauft. Der Bedarf für einen guten Makler ist also da, auch wenn es verständlicherweise Grund für Beschwerden gibt.

Wenn Sie bei völliger Transparenz des Maklers alle Arbeitsschritte mitverfolgen können, Sie über jeden Schritt der Vermarktung auf dem Laufendem gehalten werden, Sie nichts von Schwierigkeiten, Stress und Problemen mitbekommen und am Ende positiv überrascht sind über die einwandfreie Dienstleistung des Immobilienmaklers, dann hat er seinen Job mit Auszeichnung bewältigt.

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