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Rund um Hamburg – Stade

05 Mrz

Die alte Hansestadt Stade ist das, was Hamburg insgeheim gerne wäre: ein pittoreskes Fotomotiv. In dem Maße wie sie Touristen aus dem Umland anzieht ist sie aber auch als Oberzentrum der Landschaften Kehdingen und Altes Land Magnet für die dortige Bevölkerung. Stade hat sich zudem als Wirtschafts- und Bildungsstandort etabliert und bietet alles was man sich als Bewohner und Besucher wünscht.

Der Hafen als Herzstück der Stadt

Stade, das von seiner Wortbedeutung bereits seine Funktion offenbart, ist immer bedeutender Hafen und Handelsstandort gewesen. Eine Stade bezeichnet einen natürlich entstandenen Anlegeplatz für Schiffe. Dieser Anlegeplatz besteht bereits seit dem Jahr 1000 und wurde etwa bis in das Jahr 1300 zu dem ausgebaut, was heute als das Herz der Stadt gelten kann: dem alten Hansehafen. Erst seit den 1960er Jahren für den Schiffsverkehr gesperrt, war er bis dahin Umschlagplatz für Waren, die über die Elbe transportiert wurden. Die Schwinge, die an Stade vorbeifließt, war für die mittelalterliche Schifffahrt nutzbar – was anhand heutiger Dimensionen von Handelsschiffen kaum mehr vorstellbar ist.

Auch neben dem Hafen bietet die Stadt durch Ihre alten Gässchen, schönen historischen Gebäuden und Kirchen einen Einblick in die Struktur einer Stadt aus dem 17./18. Jahrhundert. Hierzu tragen zu einem großen Teil auch die Festungsanlagen um die Innenstadt bei, die zu einem wasserreichen Stadtpark ausgebaut sind. Dass die Stadt zu einer bedeutenden Handels- und Festungsstadt entwickelt wurde, lag im Wesentlichen an zwei Faktoren. Der Beitritt zur Hanse war eine weitreichende Wirtschaftsentscheidung und bezog die Stadt in das gut vernetzte nordeuropäische Handelsgeflecht ein. Für das heutige Aussehen der Stadt war jedoch die Zeit, in der Stade zum Königreich Schweden gehörte noch bedeutender.

Der südlichste Teil Schwedens – Stade

Im Jahr 1636 eroberten die Schweden Stade und hielten Sie über den Verlauf des 30-Jährigen Krieges weitgehend in Ihrem Besitz. Die Zeit der schwedischen Herrschaft dauerte bis zum Jahr 1715. Als westlichster Besitz der schwedischen Krone, damals einer der Großmächte in Europa, wurde Stade als Handels- und Zollstadt ausgebaut und war gleichzeitig Verwaltungssitz der unter schwedischer Herrschaft stehenden Herzogtümer Bremen-Verden. Neben den Festungsanlagen und dem Rathaus ist heute vor allem ein Bauwerk für diese Periode bekannt: Der beeindruckende Schwedenspeicher am Hansehafen.

Nach dem Ende der Schwedenzeit 1715 verlor die Stadt an Bedeutung und wurde daher nicht weiter ausgebaut. Diesem Umstand verdankt Sie jedoch heute Ihre außerordentliche Beliebtheit. Eine Vielzahl der historischen Gebäude und Stadtviertel sind erhalten und machen den Charme der Stadt aus.

Wohnen, arbeiten, shoppen – Stade bietet alles

Zu diesem historischen Charme kommen heute eine Vielzahl von Arbeitsplätzen und Standorte von zum Teil überregionalen Arbeitgebern wie Airbus oder Dow Chemical. Aber nicht nur die Industrie und Wirtschaft in Stade führt dazu, dass die Einwohnerzahl der Stadt in letzten Jahren stetig angestiegen ist. Gerade die hervorragende Anbindung nach Hamburg über den Metronom und die S-Bahn des HVV macht die Stadt für Pendler attraktiv. Sobald die A26 fertiggestellt wird und Hamburg auch mit dem Auto noch näher an Stade heranrückt, wird die Einwohnerzahl wohl weiter zunehmen.

Durch Entwicklungen von Quartieren wie der Salztorvorstadt die auch gerne als „kleine HafenCity“ bezeichnet wird, ist die Attraktivität der Stadt stetig weiter gestiegen. Das Wohnen mit und am Wasser ist Programm für Stade und wird die alte Hansestadt auch in kommender Zeit stets attraktiv halten.

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